Herzliche Einladung zur Positions Berlin Art Fair 2026, auf der wir dieses Jahr mit den Künstlerinnen Linda Grüneberg und Katja Jaroschewski vertreten sein werden! Unser Stand wird gefördert durch die Kunststiftung Sachsen-Anhalt und trägt die Nummer B22. Kommt uns gern besuchen! Wir freuen uns darauf!
10.–13. September 2026
Flughafen Tempelhof Hanger 5–6
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Linda Grüneberg
– Grafikserie VIII

Die Grafikserie VIII von Linda Grüneberg ist eine Hommage an die Webkunst und deren gestalterische Prinzipien, besonders inspiriert durch die Farb- und Formensprache des Bauhauses. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung steht die Methode des Entwurfs.
Als Basis ihrer Kreationen dient das Patronenpapier, ein Werkzeug, das im traditionellen Webhandwerk zur Mustergestaltung von Textilien genutzt wird. Grüneberg übersetzt dieses Raster in die Technik des Linolschnitts, indem sie den Druckstock mit einer lasergeschnittenen, filigranen Gitterstruktur präpariert.
Ihre Werke entwickeln sich aus simplen Formen und grundlegenden Regeln, angelehnt an historische Vorbilder wie Gunta Stölzls Wandteppich 5 Chöre. Das Ergebnis sind Arbeiten, deren geometrische Ästhetik und minimalistischer Ausdruck die Kernideen der Bauhaustextilien aufnehmen.
Die Muster entstehen, indem die Künstlerin ausgeschnittene Schablonen mittels Stupfpinsel bzw.Stempeltechnik exakt auf das vorgegebene Gitter des Papiers aufträgt. Die fertigen Grafiken sind weder darstellend noch figürlich und vermitteln auch keine direkten Gefühle. Sie besitzen eine autonome, in sich ruhende Qualität und zielen auf die Darstellung von Schönheit und Harmonie.
Katja Jaroschewski – Organische Auswüchse

Die Objekte aus der Werkreihe „organische Auswüchse“ von Katja Jaroschewski beschäftigen sich mit inneren Organen als wandelbare, empfindliche und zugleich kulturell aufgeladene Formen. Die Ambivalenz zwischen biologischer Realität und kultureller Projektion formen das Spannungsfeld, welches zum Ausgangspunkt der plastischen Arbeiten wird. Aus Porzellan entstehen Nutzobjekte, die organische Strukturen aufnehmen und verfremden: Ein Darm wird zum Ziergefäß und eine Bauchspeicheldrüse zur Schmuckschatulle. Parallel dazu spiegeln sich organische Auswüchse in freien Plastiken wieder, die durch Additionen, Verformungen und Reduktionen neu erfunden sind und ihre inneren Landschaften sichtbar machen.